kurz vor der neuen Saison…

…ist es Zeit noch einmal eine kurze Rückschau auf die letzte ( unsere erste ) Saison zu machen, und hier ist sie. Das Team ( Andi und Ich ) war 8 mal gemeinsam am Wasser und zusätzlich jeder von uns jeweils einmal alleine. Etwas weniger als gewollt, aber wir sind ja auch erst im Mai gestartet.

Als unser „Hausgewässer“ würden wir die „Fly only“-Strecke in Monschau bezeichnen, aber dort waren wir nicht ausschließlich. Wir durften auch auf der Pachtstrecke von Alex Keus von Flybei.de fischen was uns Abwechslung und wunderschöne Äschen beschert hat.

Rur_08Dann war Ich noch auf Hecht in den Poldern in Holland, was eine echt spannende Sache ist, ich werde sicher im Winter wieder dort einfallen, dann aber sicher ein paar Tage länger.

Zusammengefasst ist unsere erste Fliegenfischer-Saison garnicht so schlecht gelaufen, die Fische wurden von mal zu mal größer, und über die Saison haben wir sehr schöne Erfolge feiern können. So hat Andi eine Forelle von 36 cm in den Kecher locken können und Ich habe eine tolle und kampfstarke 35 cm Äsche fangen dürfen. Alle Fische wurden wieder frei gelassen und erfreuen sich hoffentlich bester Gesundheit.

Rur_02Doch wir waren nicht nur am Wasser aktiv, so besuchten wir die Hausmesser von Finest Fly Fishing und waren in Belgien auf einer Messe um uns über das Neuste zu informieren und uns mit Bindematerialien ein zu decken.

Das Binden haben wir übrigens von Anfang an parallel laufen lassen, und schon nach kurzer Zeit habe ich nur noch selbst gebundene Fliegen zum Fischen benutzt. Wir besuchen regelmäßig die Treffen des Aachener Fliegenbinde Stammtisch und werden immer ein wenig besser.
Beim Fischen fangen unsere Fliegen mittlerweile hervorragend, und wir fühlen uns in der Fliegenfischer-Community aufgenommen und angekommen. Ein Dank gilt hier Alex, der es nicht leid wird unsere Fragen zu beantworten und uns wirklich gute Tipps zu geben.

Rur_09Fazit: The Show must go on – wir bereiten uns mit Hochdruck auf die Saison 2015/2016 vor und fiebern dem Saisonstart in zwei Wochen entgegen. Allen die wir kennen und die uns im letzten Jahr mit Rat und Tat unterstützt haben sei an dieser Stelle noch mal ein großes Danke gesagt.

Tight lines

Alex

Das Trout Steel von Mayfly ist da.

Hallo zusammen,
nachdem in den letzten Wochen und Monaten nicht viel zu lesen war ein kleines Update:

1. Wir sind fleißig am Fliegenfischen und freuen uns über viele tolle Fische.

2. Mittlerweile fangen wir alle Fische mit selbstgebundenen Fliegen.

3. Wir versuchen uns an Neuem, so war Ich letztes Wochenende mit Alex von Flybei auf Hechte angeln.

Doch jetzt zum eigentlichen Grund warum ich hier schreibe: Das Trout Steel von mayfly-fisching.com.
Was die Jungs von MayFly da die letzten Wochen so geheimnisvoll auf Facebook veröffentlicht haben war das erste FlyFishingTool in einer Kleinserie von 50 Stück.

Trout Steel von MayFly

Trout Steel von MayFly

Der Priest kommt in einer tollen Verpackung und wirkt sehr edel. Zusammen mit einer Garantie-Karte ist das Teil auf den ersten Augenblick schon ein cooles Teil.
Cool war es wirklich, denn die Edelstahlteile waren durch den Transport eisekalt.

Anders der Griff aus Eschenholz der sich in der Hand warm und griffig anfühlt.
Ein leichtes unabsichtliches drehen am Holzgriff führte dazu, dass sich die Schraubverbindungen lösten und man das Trout Steel in seine vier Bestandteile zerlegen konnte. Genau so schnell ließ sich das Ganze wieder zusammen Schrauben und war danach stabil.

Vorteil oder nicht ?

Ich glaube es ist ein Vorteil, da man so das Griffstück herausnehmen kann um es langsam ( nicht auf der Heizung ) trocknen zu lassen wenn man es einen ganzen Tag am Wasser in Gebrauch hatte. Wahrscheinlich ist dies so nicht gewollt, aber in dieser Serie ist das nun mal so. Abhilfe würde hier eine kleine Nut an beiden Enden des Griffes bringen, in die man einen O-Ring als Dichtung und Bremmse einsetzen kann ( Tipp zur Verbesserung ).

Zuletzt der Preis… mit 69,95 Euro kein billiger Spaß. Aber wer auf edle Optik und Qualität wert legt der bekommt auch etwas für sein Geld. Ich persönllich denke, dass zehn bis zwanzig Euro weniger besser gewesen wären vor allem im Hinblick auf die leichten Mängel in der Stabilität der Verschraubungen, die sich jetzt noch in der Praxis beweisen müssen.

Wenn Ihr euch mit dem Gedanken befasst dieses edle Teil zu kaufen kann ich euch das trotz der Kritik nur empfehlen, es ist ein sehr schönes und qualitativ hochwertiges Tool, welches hoffentlich nicht all zu oft in der Praxis zum Einsatz kommt.

Gruß

Alex

Fly Fishing Anarchy goes Fly Fishing !!!

ein Bericht von Alex G.

Wie alles begann….

Im Sommer 2013 entschlossen Andi und ich uns den Fischereischein zu machen. Getrieben von dem Gedanken unsere eigenen Forellen zu räuchern und als „Jäger“ nicht Sammler Nahrung für uns und unsere Lieben zu erbeuten meldeten wir uns zum Vorbereitungslehrgang im ortsansässigen Angelverein an. Nach kurzer Zeit war klar, diese Hürde würde für uns keine reelle Gefahr darstellen um unser Projekt abzuschließen.
Am 25. November 2013 war es so weit, wir absolvierten nahezu fehlerfrei unsere Fischereiprüfung und am nächsten Tag waren wir beide Besitzer eines gültigen Fünfjahres-Fischereischeins.
Da Andi schon einige Erfahrung im Forellenfischen hatte ging es in den nächsten Wochen und Monaten an den Forellenteich, wo wir schnell und mit Erfolg die entsprechenden Stückzahlen an Forellen erbeuteten. Hier kam uns der warme Winter sehr entgegen, so dass wir quasi den ganzen Winter durch angeln konnten.
Zu Weihnachten gab es dann noch den passenden Räucherofen und schon waren die ersten Forellen delikat geräuchert.

2014-02-23 12.33.58

Parallel dazu…

getrieben von dem Gedanken, dass der Forellenteich nicht gerade ein natürliches Gewässer ist, und wir ja eigentlich „natürlich jagen“ wollten suchten wir nach Alternativen. Hier stießen wir auf die sogenannte „Königsdisziplin“ der Angler, das Fliegenfischen. Nicht ahnend auf welches Abenteuer wir uns einließen, entschlossen wir uns, diese Art des Angelns näher zu erforschen. Es wurde Literatur beschafft und Internetrecherchen durchgeführt. Videos auf YouTube gesichtet und Fachzeitschriften gelesen. Diese Recherchen gipfelten in einem Besuch beim 2. Niederrheinischen Fliegenfischertag ( 2. NFFT ). Hier prallte die ganze Flut der Materialschlacht auf uns ein, und unser Eindruck war überwältigend.

Als direkte Anlieger an der Rur waren wir natürlich sehr gespannt auf den Vortrag von Alex Keus ( Flybei.de ) über die Rur als Fliegenfischergewässer und wie dort gefischt wird. Ein kurzes Gespräch mit Alex und der Tag nahm ein entspanntes Ende.

In den nächsten Tagen wurde von uns der Entschluss gefasst, tatsächlich das Fliegenfischen zu erlernen. Anfängliche Pläne diese Disziplin autodidaktisch zu erlernen wurden schnell über Bord geworfen, und wir erinnerten uns an Alex Keus von Flybei.de, der Kurse auf seiner Homepage anbot. Ein kurzer Anruf und der Kontakt war hergestellt.

Danach wurde mit Unterstützung von Alex Material beschafft, ein Termin gefunden und wir freuten uns unheimlich auf das geplante Wochenende. Was dort geschah könnt Ihr nun lesen:

Fly Fishing Anarchy goes Fly Fishing

Nachdem wir im November 2013 die Fischereiprüfung geschafft, und ein paar Tage am Forellenteich verbracht hatten kam unser geplantes Fiegenfischen – Wochenende mit Alex von Flybei.de näher. Das Equipment war bereitgestellt und dank der perfekten Organisation durch Alex hatten wir auch eine schöne Unterkunft in der Nähe der zu befischenden Rur gefunden. Im Vorfeld waren Andi und Ich schon zu einem der Aachener Fliegenbindetreffen gefahren und hatten Alex und einige andere Fliegenfischer kennen gelernt. Wir können diese Treffen nur empfehlen, hier findet ein reger Austausch von Infos über alle Bereiche des Fliegenfischens statt. Zum Beispiel hatten einige der Teilnehmer Ihre selbst gebauten „gespleissten“ Bambusruten dabei und standen rede und Antwort bezüglich Material und Arbeitsprozessen. Hier findet jeder was er zum Fliegenfischen braucht.

Natürlich waren wir damals noch etwas naiv an die Sache gegangen, doch nachdem wir uns mit dem Fliegenbinden etwas befasst hatten beschloss ich, mir eine Grundausstattung anzuschaffen. Das Fliegenbinden gehört für mich quasi genauso zum Fliegenfischen wie das Munition kaufen beim Jagen. Man kann in den Laden gehen und für viel Geld Munition kaufen oder sie selber laden.

Hierzu empfahl uns Alex eine Liste die er zusammen gestellt hat die alle Basismaterialien und Werkzeuge beinhaltet die man zum Fliegenbinden braucht.

Da Andi und ich eh noch eine Wathose und Kleinmaterialien brauchten entschlossen wir uns ca. 100km zu Finest Fly Fishing zu fahren wo uns der Inhaber Jan P. Aben in gut zwei Stunden neu eingekleidet hat. Die Sachen zum Fliegenbinden waren von Alex schon vorbestellt und so stand als wir ankamen schon ein Großteil der Waren abholbereit da. An dieser Stelle noch mal ein danke schön für die gute Beratung an Jan und an Alex, der auch hier einen perfekten Service geboten hat.

Der Mai kam immer näher und das Fliegenbinden klappte auch schon ganz gut, so dass wir nun auf das Wochenende hin fieberten. In der Woche vor dem 3.-4. Mai war bei uns kein anderes Thema mehr zu hören als welche Fliege wohl die Beste ist und wer die erste Forelle fängt.

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Das Wochenende kam und Andi und ich hatten am Freitag schon alle Sachen zusammen gepackt. Alles gut in Kisten verstaut fuhren wir Samstags morgens um halb sieben los um allen Eventualitäten wie Staus etc. entgegen zu wirken. Pünktlich um acht Uhr trafen wir uns dann mit Alex von Flybei.de an einem auf der Route liegenden Fastfood-Restaurant und fuhren dann gemeinsam nach Monschau.

Dort gab es direkt neben der Rur auf einer Wiese am Ortseingang erst einmal ein paar Wurfübungen, und so langsam dämmerte mir, dass ich als untrainierter und unsportlicher Mensch am Abend reichlich Muskelkater haben würde. Nach ein paar Würfen bekamen wir langsam ein Gefühl für die Ruten und unter der fachmännischen Anleitung von Alex wurden unsere Würfe deutlich besser. Nach kurzer Zeit packten wir die Ruten ein und fuhren in den Ort um die Tageskarten zu holen. Von dort aus ging es zum Parkplatz in direkter Nähe zum Einstieg in die Rur.

Nachdem wir die Ausrüstung angelegt und mit Hilfe von Alex die richtige Fliegenauswahl vorgenommen hatten bauten wir unter seiner Anleitung das Vorfach zusammen. Im Tandem bauten wir eine Trockenfliege als Bissanzeiger und eine Nympfe an, mit dieser Kombination ging es dann ans Wasser.

Hier zeigte uns Alex wie man das Wasser richtig beurteilt und wo die wahrscheinlich besten Standplätze für Forellen sind. Mit diesen Informationen und in Begleitung von Alex fischten wir unsere ersten Meter der Rur ab. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, und nach ca. 150 bis 200 Meter hatte Andi seine erste Bachforelle am Haken, ein echtes Erfolgserlebnis.

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Auf Grund des niedrigen Wasserstands war es aber recht schwierig große Fische an die Leine zu bekommen, so dass der größte Fisch an diesem Tag ca. 25 bis 28 cm groß war.

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Insgesamt war der Tag aber hervorragend bei bestem Wetter und einer perfekten Einführung ins Fliegenfischen in atemberaubender Kulisse der Altstadt von Monschau.

Der nächste Tag ging dann auf die Pachtstrecke die eine deutlich andere Charakteristik hat und viel mehr an einen natürlichen Fluss erinnert. Umringt von Buchenwäldern und dicht bewachsenen Ufern fischten wir uns weiter Aufwärts die Rur hinauf. Da der erste Tag aber schon deutliche Spuren bei mir hinterlassen hatte und ich den Vortag deutlich in den Beinen spürte etwas langsamer und entspannter.
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Leider war auch hier der Wasserstand sehr niedrig, so dass wir weite Strecken nur rudimentär angeln konnten. Eine kleine Äsche war dann auch das High-Light des Tages und so entschlossen wir uns gegen 17 Uhr den Tag ab zu schließen.

Fazit: Die Organisation und die Durchführung des Wochenendes war perfekt, wir hatten riesen Spaß und sind mittlerweile bei mehr Wasser noch mal an die Rur gefahren. Die Erfolge steigern sich und ich würde sagen uns hat das Fliegenfischerfieber gepackt. Natürlich gibt es für uns noch eine Menge zu lernen, und nur weil wir ein paar Fische gefangen haben sind wir noch keine Profis. Aber dank der hervorragenden Beratung durch Alex von Flybei.de und der guten Ausstattung von Finest Fly Fishing war dieses Wochenende ein eindrucksvoller Beweis, dass auch totale Anfänger viel Spaß beim Fliegenfischen haben können. Dafür vielen Dank an alle Beteiligten.

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Euer Team von Anarchy Fly Fishing

Andi & Alex

Fotos: copyright by Flybei.de